Die B2B Components bieten dir die Möglichkeiten, deinen Shop mit den wichtigsten B2B-Funktionen auszustatten.
Ebenso bieten die B2B Components für Shopkunden, die durch den Shopbetreiber entsprechend berechtigt wurden, eine Vielzahl an Funktionen, um die eigene Unternehmensstruktur abbilden zu können. Hierzu zählen Rollen und Kontakte (Unteraccounts für Mitarbeiter des Kunden), Bestellungen inkl. Freigabeprozess sowie Einkaufslisten.
Wenn du mindestens einen Evolve Plan hast, stehen dir die B2B Components über die Erweiterung Shopware Commercial zur Verfügung.
Möchtest du einzelnen Kunden die B2B Components Funktionen zuweisen, so machst du dies, indem du einen Kunden im Admin unter Kunden > Übersicht aufrufst und die einzelnen Optionen aktivierst.

Bei den Kundengruppen in deiner Administration unter Einstellungen > Kunde > Kundengruppen kannst du direkt voreinstellen, ob und welche B2B Funktionen eine Kundengruppe schon bei der Registrierung bekommen soll. Hierzu musst du das benutzerdefinierte Registrierungsformular der gewünschten Kundengruppe aktivieren.

Hierzu kannst du die einzelnen Funktionen Schnellbestellungen (1), Mitarbeiterverwaltung (2), Angebotsverwaltung (3), Bestellfreigaben (4), Einkaufslisten(5) und/oder Organisationseinheiten (6) aktivieren bzw. deaktivieren, welche nachfolgend in diesem Artikel beschrieben werden.
Mit der Angebotsverwaltung können B2B-Kunden individuelle Angebote für die Produkte in ihrem Warenkorb anfragen. Händler können die Angebotsanfrage anschließend in der Administration prüfen, bearbeiten und an den Kunden zurücksenden.
Während des Angebotsprozesses kannst du unter anderem einzelne Angebotspositionen kommentieren und rabattieren, Versandkosten berücksichtigen sowie Änderungen anhand der Angebots-, Nachrichten- und Dokumenthistorie nachvollziehen. Erweiterte Status und optionale Benachrichtigungen unterstützen dich dabei, den aktuellen Bearbeitungsstand eines Angebots transparent abzubilden.
Als eingeloggter B2B-Kunde kannst du auf Grundlage der Produkte in deinem Warenkorb eine Angebotsanfrage erstellen.
Lege zunächst alle gewünschten Produkte in den Warenkorb. Dort werden die enthaltenen Positionen, die Zwischensumme und die Versandkosten angezeigt. Um mit der Angebotsanfrage zu beginnen, klicke auf Angebotsentwurf erstellen (1).

Nach dem Klick auf Angebotsentwurf erstellen öffnet sich die Detailansicht des Angebotsentwurfs. Solange du die Angebotsanfrage noch nicht gesendet hast, befindet sie sich im Status "Entwurf" und ist für den Händler nicht sichtbar.
In der Detailansicht kannst du die enthaltenen Positionen und Beträge prüfen, zusätzliche Benachrichtigungsempfänger auswählen und die Angebotspositionen bearbeiten.

In der Detailansicht des Angebotsentwurfs stehen dir die folgenden Informationen und Funktionen zur Verfügung:

Nachdem du den Angebotsentwurf geprüft und bearbeitet hast, kannst du ihn an den Händler senden. Klicke dazu auf Angebotsanfrage senden.
Im Dialog Angebotsanfrage senden werden die Anzahl der enthaltenen Positionen sowie die Netto-Zwischensumme, die Mehrwertsteuer und die Brutto-Gesamtsumme zusammengefasst.
Über Abbrechen (2) schließt du den Dialog, ohne die Angebotsanfrage zu senden.

Im Kundenkonto findest du unter Angebote eine Übersicht über alle erstellten Angebotsentwürfe und Angebotsanfragen.
Die Übersicht zeigt unter anderem den aktuellen Status, die Angebotsnummer, das Erstellungsdatum, die Gültigkeit, die Gesamtsumme sowie den Ersteller und die zugeordnete Organisationseinheit. Über die Angebotsnummer öffnest du die jeweilige Detailansicht.
Mit dem Suchfeld kannst du die vorhandenen Angebote durchsuchen. Über das Dreipunkt-Menü am Ende einer Tabellenzeile rufst du weitere verfügbare Aktionen für das jeweilige Angebot auf.
Der angezeigte Status und die verfügbaren Aktionen hängen vom aktuellen Bearbeitungsstand des Angebots ab.

Im Verlauf kannst du die bisherigen Statusänderungen und Nachrichten zu einem Angebot chronologisch nachvollziehen. So bleibt ersichtlich, wann das Angebot erstellt, gesendet oder anderweitig aktualisiert wurde.
Auf diese Weise kannst du die Entwicklung des Angebots verfolgen und direkt mit dem Händler kommunizieren, ohne die Angebotsdetailseite zu verlassen.
In der Administration findest du unter Bestellungen > Angebote eine Übersicht über alle Angebotsanfragen und Angebote.

Die Übersicht zeigt unter anderem den aktuellen Status, die Angebotsnummer, den Zeitpunkt der Anfrage, den Kunden, die Gesamtsumme, das Ablaufdatum und die zugehörige Bestellnummer.
Klicke auf eine Angebotsnummer, um die Detailansicht zu öffnen und das Angebot zu bearbeiten.
Der Status zeigt den aktuellen Stand des Angebotsprozesses an. In der Übersicht können beispielsweise die Status Offene Anfrage, Angebot gesendet, Akzeptiert, Storniert und Abgelaufen angezeigt werden.
Über das Dreipunkt-Menü am Ende einer Tabellenzeile kannst du weitere verfügbare Aktionen für das jeweilige Angebot aufrufen.
Nachdem du die Angebotspositionen, Preise, Rabatte und Versandkosten geprüft hast, kannst du das Angebot an den Kunden senden.
Beim Senden kannst du die Gültigkeit festlegen, eine Nachricht hinzufügen und entscheiden, ob dem Angebot ein Dokument beigefügt werden soll.

Im Dialog Angebot senden stehen dir die folgenden Einstellungen zur Verfügung:
Im unteren Bereich des Dialogs werden der Kunde, die Anzahl der enthaltenen Produkte und die Kosten des Angebots zusammengefasst. Die Zusammenfassung berücksichtigt Rabatte auf einzelne Artikel, einen möglichen Angebotsrabatt, die Mehrwertsteuer, die geschätzten Versandkosten und die Brutto-Gesamtsumme.
Über Abbrechen (4) schließt du den Dialog, ohne das Angebot zu senden.

Nachdem du ein Angebot an den Kunden gesendet hast, kannst du es bei Bedarf zurückziehen oder den Angebotsprozess vollständig stornieren.

Im Bereich Verlauf kannst du die bisherige Kommunikation zum Angebot nachvollziehen. Nachrichten werden mit dem Absender sowie dem Datum und der Uhrzeit angezeigt.
Über das Nachrichtenfeld kannst du dem Kunden direkt antworten. Die Nachricht wird sofort an den Kunden gesendet und anschließend im Verlauf angezeigt.
Kundenanfragen können sich auf das gesamte Angebot oder auf einzelne Angebotspositionen beziehen. Dadurch bleibt nachvollziehbar, in welchem Zusammenhang eine Frage, ein Preiswunsch oder eine Änderung übermittelt wurde.
Mit Nachricht erledigen kannst du eine Kundenanfrage als bearbeitet kennzeichnen.
Ab der Shopware Version 6.5.6.0 und dem Evolve Plan ist es möglich die Mitarbeiter-Verwaltung zu nutzen. Diese ermöglicht das Hinterlegen von Mitarbeitern und die Vergabe von Rollen.
Damit der Reiter Unternehmen in der jeweiligen Kundenkonfiguration zur Verfügung steht, muss man Bearbeitungsmodus des Kunden, die Mitarbeiter-Verwaltung aktivieren.

Über die Schaltfläche Konto hinzufügen (1) kannst du einen neuen Mitarbeiter für das Unternehmen einladen. Dafür muss der Vor- und Nachname sowie die E-Mail-Adresse eingetragen werden. Die Rolle ist optional. In der Übersicht kannst du dann den Status für jeden Mitarbeiter prüfen. Nachdem die Einladung innerhalb von 2 Stunden angenommen wurde, ist der Mitarbeiter Teil der Organisation. Über die drei Punkte kann man diesen bei Bedarf auch wieder deaktivieren.
Eine Rolle kannst du über die Schaltfläche Rolle hinzufügen (2) erstellen.

Zuerst gibst du den Namen (1) für die Rolle ein. Du kannst außerdem entscheiden, ob diese Rolle als Standard-Rolle für neue Mitarbeiter (2) genutzt werden soll. Des Weiteren kannst du hier die Berechtigungen (3) für den Mitarbeiter setzen. Diese sind auf die Bereiche Mitarbeiter-Verwaltung, Rollenverwaltung und Bestellungen eingegrenzt.

Im Frontend kann der jeweilige Mitarbeiter ebenfalls Rollen erstellen und Mitarbeiter verwalten. Dafür meldest du dich zuerst an und gehst auf das Ihr Konto-Icon (1). Hier kannst du dann in die jeweilige Mitarbeiter-Verwaltung (2) oder in die Rollenverwaltung (3). Die Konfigurationen hier sind gleich mit denen im Admin.
Ein Mitarbeiterkonto kann mehreren Unternehmen und Organisationseinheiten zugewiesen werden. Dadurch benötigen Mitarbeiter, die für mehrere Unternehmensbereiche tätig sind, keine separaten Konten oder Zugangsdaten.
Ist ein Mitarbeiter mehreren Unternehmen oder Organisationseinheiten zugewiesen, kann er beim Anmelden oder direkt im Kundenkonto zwischen den verfügbaren Kontexten wechseln. Weitere Informationen findest du im Abschnitt Organisationseinheiten.
Ab der Shopware Version 6.5.8.0 und dem Shopware Evolve Plan ist es möglich die Bestellfreigaben-Funktion zu nutzen. Diese ermöglicht es deinen Kunden einem B2B Account diese Funktion freizuschalten.
Die Funktion kann pro Kunde aktiviert werden, indem man in der Kundenübersicht des Admins zuerst in den Bearbeitungsmodus geht und dann die Funktion "Bestellfreigaben" auf aktiv stellt.
Nachdem das Kundenkonto freigeschaltet wurde, muss eine Rolle erstellt werden, um die entsprechenden Funktionen zu aktivieren. Klicke dafür in der Übersicht auf Rollen und dann auf Rolle hinzufügen. Alternativ kannst du die Rolle auch direkt im Admin-Bereich erstellen.

Über die Genehmigungsregeln legst du fest, wer für wen Bestellgenehmigungen erteilen darf. Du verwendest für diese Zuordnung die von dir definierten Rollen.

Klicke auf Regel erstellen, um eine neue Genehmigungsregel anzulegen. Wenn du bereits Regeln definiert hast, werden sie hier als Liste aufgeführt. Über [...] kannst du eine bestehende Regel bearbeiten oder löschen.
Wenn du eine neue Regel anlegen möchtest, müssen die nachfolgenden Felder immer ausgefüllt werden.
Name (Der Name der Regel sollte so gewählt werden, dass du sofort erkennen kannst, welche Funktion die Regel hat)
Priorität (Mit der Priorität legst du fest, welche Genehmigungsregel Vorrang hat. Je höher die Zahl, desto höher ist die Priorität der Regel. Wenn beispielsweise zwei Regeln zutreffen, wird die Regel mit der höheren Priorität angewendet)
Erteilt Genehmigung (Hier wählst du die Rolle, welche die Genehmigungen akzeptieren kann z.B. Geschäftsführer, Leitung Einkauf etc.)
Benötigt Genehmigung (Hier wählst du die Rolle, welche eine Genehmigung für die Bestellung benötigt z.B. Auszubildender, Einkäufer etc.)
Trifft zu für (Die Auswahlmöglichkeiten wären Alle Bestellungen, dann wird sie immer angewendet oder Eigene Bedingung, wodurch es dir möglich ist, regelbasierte Genehmigungen einzurichten)
Status (Dies zeigt dir an, ob eine Regel aktiv oder inaktiv ist)

Wenn du bei Trifft zufür die Option Eigene Bedingung wählst, werden zusätzliche Auswahlmöglichkeiten angezeigt. Die Funktionsweise entspricht dabei dem Rule Builder, den du bereits aus dem Shop-Admin kennst.

Bedingung (in dem Dropdown kannst du zwischen verschiedenen Einträgen auswählen, um zu bestimmen, wann die Genehmigungregel angewendet werden soll. Zur Auswahl hast du Gesamtsumme, Summe, Versandkosten, Zwischensumme aller Positionen, Anzahl unterschiedlicher Positionen, Verwendete Versandart, Verwendete Zahlungsart, Gesamtvolumen aller Produkte oder Gesamtgewicht aller Produkte).
Operator (die Auswahl unterscheidet sich, je nachdem, welche Bedingung du vorher ausgewählt hast. Möchtest du z.B. auf eine Summe reagieren, stünde hier "ist gleich" oder "ist größer gleich" zur Verfügung. Wäre die Bedingung von einer Versandart abhängig, wählst du zwischen "ist eine von" und "ist keine von").
Wert (hier gibst du einen Vergleichswert an. Hast du eine Summe gewählt, definierst du einen monetären Wert. Bei dem Vergleich auf eine Versandart wählst du zwischen deinen Versandarten und bei anderen Auswahlen (z.B. Volumen) gibst du die passende Einheit an).
Danach können B2B Kundenaccounts Bestellungen nur noch auf Genehmigung bestellen. Dies sehen die B2B Accounts dann auch im Bestellabschluss.

Der Haupt B2B Account bekommt diese dann angezeigt und hat die Möglichkeit diese zu akzeptieren oder abzulehnen.

Mit Organisationseinheiten können Unternehmen ihre internen Strukturen im Online-Shop abbilden. Organisationseinheiten eignen sich beispielsweise für Standorte, Filialen, Abteilungen, Teams oder Kostenstellen.
Organisationseinheiten können hierarchisch aufgebaut werden. Dazu legst du unterhalb einer bestehenden Organisationseinheit weitere, untergeordnete Organisationseinheiten an.
Mitarbeiter können mehreren Unternehmen und Organisationseinheiten zugewiesen werden. Sie können zwischen den verfügbaren Kontexten wechseln, ohne sich abzumelden oder unterschiedliche Zugangsdaten zu verwenden.
Viele B2B-Kunden bestehen aus mehreren Standorten, Abteilungen oder rechtlich wie organisatorisch getrennten Unternehmensbereichen. Diese Bereiche benötigen häufig eigene Mitarbeiter, Adressen, Zahlungsmethoden, Versandarten und Budgets.
Gleichzeitig können einzelne Mitarbeiter für mehrere dieser Bereiche zuständig sein. Durch die hierarchische Struktur und den Kontextwechsel arbeiten sie jeweils mit den Daten und Einstellungen der aktuell ausgewählten Einheit.
Mit Organisationseinheiten kannst du ein Kundenkonto in eigenständige oder hierarchisch angeordnete Bereiche unterteilen.
Für jede Organisationseinheit kannst du unter anderem Mitarbeiter, Liefer- und Rechnungsadressen, Zahlungsmethoden, Versandarten, Produktkataloge und Budgets konfigurieren.
Mitarbeiter können einem oder mehreren Unternehmen beziehungsweise Organisationseinheiten zugewiesen werden. Welche Daten und Einstellungen ihnen zur Verfügung stehen, richtet sich nach dem aktuell ausgewählten Kontext.
Untergeordnete Organisationseinheiten können ein eigenes Budget erhalten. Optional kann ihnen zusätzlich der Zugriff auf das Budget der übergeordneten Organisationseinheit erlaubt werden.
Ein Händler beliefert ein Unternehmen mit mehreren Standorten. Jeder Standort wird als Organisationseinheit angelegt. Die Abteilungen Einkauf und Werkstatt werden als untergeordnete Organisationseinheiten des jeweiligen Standorts eingerichtet.
Eine zentral tätige Einkäuferin kann mehreren Standorten zugewiesen werden. Nach der Anmeldung wählt sie den Standort beziehungsweise die Abteilung aus, für die sie bestellen möchte. Während ihrer Sitzung kann sie den Kontext wechseln, ohne sich erneut anzumelden.
Für jede Abteilung kann ein eigenes Budget eingerichtet werden. Zusätzlich kann der Abteilung der Zugriff auf das Budget des übergeordneten Standorts erlaubt werden.
Ist die Funktion Organisationseinheiten für deinen Kunden aktiviert, kann er in der Storefront seine Organisation eigenständig einrichten und verwalten.

Alle bestehenden Organisationseinheiten werden in einer Liste angezeigt. Um eine weitere Organisationseinheit anzulegen, klicke auf Einheit erstellen.

Name der Organisationseinheit (1): Gib einen eindeutigen Namen für die Organisationseinheit ein. Dieses Feld ist ein Pflichtfeld.
Beschreibung (2): Füge optional eine Beschreibung hinzu, um den Zweck oder den Zuständigkeitsbereich der Organisationseinheit näher zu erläutern.
Untergeordnete Organisationseinheit (3): Aktiviere diese Option, wenn die neue Organisationseinheit einer bereits bestehenden Organisationseinheit untergeordnet werden soll.
Übergeordnete Organisationseinheit (4): Wähle die Organisationseinheit aus, der die neue Einheit untergeordnet werden soll. Das Feld wird angezeigt, wenn du die Option Dies ist eine untergeordnete Organisationseinheit aktiviert hast, und ist dann ein Pflichtfeld.
Mitarbeiter zuweisen (5): Wähle die Mitarbeiter aus, die auf die Organisationseinheit zugreifen dürfen. Mitarbeiter können mehreren Organisationseinheiten zugewiesen werden.
Lieferadressen (6): Lege fest, auf welche Lieferadressen die Organisationseinheit zugreifen darf. Die ausgewählten Adressen stehen den zugewiesenen Mitarbeitern im entsprechenden Kontext zur Verfügung.
Rechnungsadressen (7): Lege fest, auf welche Rechnungsadressen die Organisationseinheit zugreifen darf. Die ausgewählten Adressen stehen den zugewiesenen Mitarbeitern im entsprechenden Kontext zur Verfügung.
Zahlungsmethoden (8): Wähle die Zahlungsmethoden aus, die innerhalb der Organisationseinheit verwendet werden dürfen.
Versandarten (9): Wähle die Versandarten aus, die innerhalb der Organisationseinheit verwendet werden dürfen.
Ist ein Mitarbeiter mehreren Organisationseinheiten zugewiesen, wählt er nach der Anmeldung aus, auf welche Organisationseinheit er zugreifen möchte.

Im Auswahlfenster werden alle Organisationseinheiten aufgelistet, denen der Mitarbeiter zugewiesen ist. Wähle im Feld Organisationseinheit die gewünschte Einheit aus und klicke anschließend auf Fortfahren.
Nach der Auswahl greift der Mitarbeiter auf die Daten und Einstellungen der gewählten Organisationseinheit zu. Dazu gehören beispielsweise Bestellungen, Liefer- und Rechnungsadressen, Zahlungsmethoden, Versandarten und Budgets.
Solange keine Organisationseinheit ausgewählt wurde, ist die Schaltfläche Fortfahren deaktiviert. Mit Abbrechen kann die Auswahl beendet werden.
Die ausgewählte Organisationseinheit kann später direkt im Kundenkonto gewechselt werden.
Mitarbeiter, die mehreren Organisationseinheiten zugewiesen sind, können die aktuell verwendete Organisationseinheit direkt im Kundenkonto wechseln. Eine erneute Anmeldung ist dafür nicht erforderlich.

Die aktuell ausgewählte Organisationseinheit wird oben rechts neben der Sprach- und Währungsauswahl (1) angezeigt.
Klicke auf den Namen der Organisationseinheit oder auf das daneben angezeigte Wechselsymbol, um den Organisationskontext zu wechseln.
Nach dem Wechsel stehen dir die Daten und Einstellungen der ausgewählten Organisationseinheit zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise Adressen, Bestellungen, Zahlungsmethoden, Versandarten und Budgets.
Im Admin-Bereich findest du die Organisationseinheiten eines Kunden im Reiter „Unternehmen“ innerhalb des jeweiligen Kundenprofils.

Über einen Klick auf „Bearbeiten“ kannst du die jeweiligen Organisationseinheiten bearbeiten und exakt dieselben Konfigurationen durchführen wie deine Kunden direkt in der Storefront.
Mit den erweiterten Produktkatalogen können bestimmte Produktkategorien gezielt für einzelne Organisationseinheiten freigeschaltet oder ausgeblendet werden. So lässt sich genau steuern, welche Produkte Mitarbeitende in der Storefront sehen und bestellen dürfen. Das sorgt für mehr Kontrolle, Übersicht und eine individuelle Produktauswahl pro Organisationseinheit.
Das Feature wurde in der Storefront auf der Detailseite der jeweiligen Organisationseinheit umgesetzt – im Bereich „Kategorien- & Produktsichtbarkeit“. Dort können die freigegebenen Produktkategorien individuell konfiguriert werden.

Mit diesem Schalter werden neu erstellte Kategorien automatisch „aktiviert“, das heißt, Mitarbeitende dürfen diese Kategorien sehen.

Wenn sich ein Mitarbeiter dieser Organisationseinheit anmeldet, sieht er in der Navigation nur die erlaubten Kategorien.

Wenn Mitarbeitende versuchen, auf andere Kategorien oder Produkte außerhalb der freigegebenen Bereiche zuzugreifen – sei es über einen direkten Link oder auf anderem Wege – wird der Zugriff blockiert und es wird eine 404-Fehlerseite („Seite nicht gefunden“) angezeigt.
Im Admin wurde die Funktion in einem neuen Tab auf der Detailseite der jeweiligen Organisationseinheit umgesetzt.
Dort können die sichtbaren Produktkategorien zentral gesteuert werden.

Ab der Shopware-Version 6.7.4.0 und dem Shopware Evolve Plan ist es möglich, Budgets für deine Organisationseinheiten zu verwalten.
Mit der Budgetverwaltung kannst du Ausgabenlimits für Organisationseinheiten festlegen und so den Einkaufsprozess besser steuern. Diese Funktion hilft dabei, Unternehmensrichtlinien zur Ausgabenkontrolle direkt im Bestellprozess durchzusetzen.
Ein Budget definiert, wie viel eine Organisationseinheit innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausgeben darf. Wird dieses Limit überschritten, kann eine Bestellung nur mit Genehmigung abgeschlossen werden. Das System informiert die verantwortlichen Personen automatisch und ermöglicht es, Genehmigungen direkt innerhalb des Systems zu verwalten.
In der Administration kannst du die Budgets eines Kunden mit aktivierten B2B-Funktionen einsehen, indem du unter Kunden > Übersicht den gewünschten Kunden öffnest und anschließend den Reiter Unternehmen auswählst.

Die Ansicht in der Storefront ist für deine Kunden inhaltlich identisch aufgebaut und unterscheidet sich lediglich in der Darstellung.

In der Übersicht siehst du alle angelegten Budgets mit Informationen zu Status, Name, Gesamtbetrag, verfügbarem Betrag, verwendetem Betrag und Kostenstelle.
Du kannst hier neue Budgets erstellen (1) sowie vorhandene Budgets über das Kontext-Menü "..." bearbeiten (2) oder löschen (3).
Wenn du auf Budget erstellen klickst, öffnet sich die Eingabemaske, in der du ein neues Budget konfigurieren und alle relevanten Details festlegen kannst.


Benachrichtigung auslösen, wenn (13): Definiert, unter welcher Voraussetzung eine Benachrichtigung ausgelöst wird. Du kannst auswählen zwischen X Prozent des Budgets verwenden, Bestimmtes Benachrichtigungsdatum und X Tage vor dem Enddatum.
Auslösewert (14): Gibt den Schwellenwert an, bei dessen Erreichen die Benachrichtigung gesendet wird, beispielsweise „80“ für 80 % des Budgets.
Empfänger (15): Wählt aus, welche Benutzer oder Organisationseinheiten die Benachrichtigung erhalten sollen. Du kannst einzelne Kontakte suchen oder mehrere Empfänger gleichzeitig über Alle auswählen hinzufügen.
Im Checkout-Bereich können Kunden mit aktivierten B2B-Funktionen ein verfügbares Budget auswählen, um ihre Bestellung im Rahmen der definierten Ausgabenlimits abzuschließen. Das System zeigt dabei transparent an, wie viel des Budgets bereits verwendet wurde und wie viel noch zur Verfügung steht.


Wird das verfügbare Budget überschritten oder ist kein Budget mehr vorhanden, kann der Bestellvorgang nicht abgeschlossen werden, ohne dass eine Genehmigung durch eine berechtigte Rolle erfolgt. Diese Regelung stellt sicher, dass alle Einkäufe den hinterlegten Budgetrichtlinien entsprechen.
Ab Shopware Version 6.7.8.0 stehen dir individuelle Preise zur Verfügung, sofern du die Organisationseinheiten in der Mitarbeiterverwaltung aktiviert hast.
Du kannst prozentuale, feste oder gestaffelte Preisnachlässe auf Basis definierter Regeln konfigurieren und diese bestimmten Organisationseinheiten oder Customer-Tags zuweisen.
Auf diese Weise bildest du verhandelte Konditionen direkt in der Storefront ab – ganz ohne manuelle Anpassungen.

Du findest die individuellen Preise im Admin unter Kataloge > Individuelle Preise (1).
Um einen individuellen Preis zu erstellen, klicke auf Individuellen Preis hinzufügen (2).

Nachdem du auf Individuelle Preisregel erstellen geklickt hast, öffnet sich das Fenster zur Erstellung der Preisregel.
Im Reiter Allgemein (1) findest du die Allgemeinen Einstellungen (2) sowie die Zielzuweisung (3).
Im Bereich Allgemeine Einstellungen (2) kannst du die individuelle Preisregel aktivieren oder deaktivieren und optional Streichpreise für deine Produkte anzeigen lassen. Außerdem legst du hier den Namen der Preisregel sowie die Priorität fest.
Zusätzlich kannst du einen Gültigkeitszeitraum definieren. Im Feld Beschreibung hast du die Möglichkeit, eine eigene Beschreibung für die Preisregel zu hinterlegen.
Im Bereich der Zielzuweisung (3) wählst du die gewünschte Zielgruppe für die individuelle Preisregel aus. Hier ist die Auswahl zwischen Geschäftskunden und Organisationheiten und Tags möglich.

Im Reiter Bedingungen (4) nimmst du die Einstellungen für die Zielprodukte (5) sowie für die Rabatte (6) vor.
Im Bereich der Zielprodukte (5) kannst du konfigurieren, ob der gewünschte Rabatt direkt auf alle Produkte angewendet werden soll oder nur dann gilt, wenn eine bestimmte Regel erfüllt ist. Bei einer konfigurierten Regel kannst du einige Bedingungen und Operatoren auswählen, die ebenfalls im Rule Builder zum Einsatz kommen.
Im Bereich der Rabatte (6) kannst du einen Rabatttyp auswählen. Hierbei stehen folgende Rabatttypen zur Auswahl: Prozentual ab, Fester Betrag ab, Endpreis auf festen Wert oder Mengenrabatt.
Nachdem du alle notwendigen Daten für deine Preisregel ausgewählt bzw. eingetragen hast, klickst du oben rechts auf Individuelle Preisregel erstellen (7), um die Preisregel zu speichern.
Hier zeigen wir dir beispielhaft, wie eine solche Konfiguration aussehen kann. In diesem Fall möchtest du einem Kunden einen prozentualen Rabatt von 2 % auf ein bestimmtes Produkt gewähren.
Voraussetzung für die Zuweisung eines Unternehmens oder einer Organisationseinheit ist, dass dein Kunde entweder als Unternehmen registriert ist oder Organisationseinheiten in seinem Kundenkonto eingerichtet hat.

Im Bereich Zielzuweisung wählst du die Zielgruppe Geschäftskunden und Organisationseinheiten (1) aus, da der Kunde als Unternehmen registriert ist und du den Nutzern des gesamten Unternehmens einen Rabatt gewähren möchtest. Anschließend klickst du auf die Schaltfläche Zuweisen(2). Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster.

Im Suchfeld (3) suchst du zunächst den gewünschten Kunden und wählst diesen dann im Bereich Unternehmen / Organisationseinheiten (4) aus, indem du auf User Docs AG (5) klickst. Nach der Auswahl des Unternehmens kannst du im Dropdown-Menü (6) auf der rechten Seite des Fensters auswählen, dass du die individuelle Preisregel dem gesamten Unternehmen gewähren möchtest. Anschließend klickst du auf die Schaltfläche Zuweisen (7).
Das Fenster schließt sich und du siehst das zugewiesene Unternehmen (8) in der Zielzuweisung.

Dort kannst du auch, falls notwendig, das zugewiesene Unternehmen wieder über das Kontextmenü löschen.
Nun wechselst du zum Tab Bedingungen (9).

Da du nicht allen Produkten in deinem Shop Rabatt gewähren möchtest, sondern nur einem bestimmten Produkt, wählst du im Rule Builder (10) die Bedingung "Produkt" aus und den Operator "Gleich“. Im dritten Feld wählst du das Produkt "Hauptartikel" aus. Weiter unten wählst du zum Schluss noch den Rabatttyp Prozentual ab (11) aus und trägst daneben in das Feld (12) den Wert "2" für 2 % ein. Zum Schluss klickst du auf die Schaltfläche Individuelle Preisregel erstellen (13), damit deine Preisregel gespeichert und verfügbar wird.

In der Storefront sieht dein eingeloggter Kunde nun den von dir gewährten Rabatt (14), der in diesem Beispiel 2 % beträgt.
Ab der Shopware Version 6.5.4.0 und dem Shopware Evolve Plan (oder höher) ist es möglich, die Schnell-Bestellungen-Funktion zu nutzen.
Diese ermöglicht es deinen Kunden, den Bestellprozess zu beschleunigen, indem sie per Artikelnummer oder CSV-Datei Artikel in den Warenkorb legen.
Die Funktion kann pro Kunde aktiviert werden, indem man in der Kundenübersicht des Admins zuerst in den Bearbeitungsmodus geht und dann die Funktion "Schnell-Bestellung" auf aktiv stellt.

Im Frontend kann man auf die Funktion zugreifen, indem man auf das Konto-Icon (1) klickt und dann die Schnellbestellungen (2) auswählt.

Um den generellen Bestellprozess zu beschleunigen, kannst du hier Produkte per Namen oder Produktnummer suchen (1) und die Anzahl (2) direkt anpassen. Mit der Schaltfläche Zur Einkaufsliste hinzufügen (3) kannst du die Produkte zu einer bestehenden Einkaufsliste hinzufügen oder alternativ eine neue Einkaufsliste erstellen und die Produkte dann hinzufügen. Sobald alle Produkte ausgesucht wurden, kannst du sie dem Warenkorb hinzufügen (4).
Über die Funktion Datei hochladen (5) kannst du eine vorgefertigte CSV-Datei hochladen. Nach dem Klicken auf die Schaltfläche öffnet sich ein Fenster, wo du deine Datei hochladen kannst. Die Datei muss dabei die Spalten "product_number" und "quantity" beinhalten. Eine Vorlage kannst du dir dort ebenfalls herunterladen. Wenn du die Liste löschen möchtest, geht dies über die Schaltfläche Liste löschen (6).
Ab Shopware 6.6.3.0 kannst du die Einkaufslisten in den B2B Components nutzen.
Zum einen kann die Einkaufsliste durch B2B Nutzer verwendet werden, um sich eine Merkliste für einen späteren Kauf zu erstellen. Zum anderen kann der Händler die Einkaufsliste nutzen, um einen Bestellvorschlag für bestimmte Anwendungsfälle zur Verfügung zu stellen.

Du kannst pro Kunde entscheiden, ob die Einkaufslisten eingesetzt werden sollen. Öffne den Kunden in der Administration und aktiviere den Slider für die Einkaufslisten, wie es im Screenshot zu sehen ist.

Im Frontend kann man auf die Funktion zugreifen, indem man auf das Konto-Icon (1) klickt und dann die Einkaufslisten (2) auswählt.

Wenn du bisher keine Einkaufslisten genutzt hast, kannst du direkt starten, indem du auf Einkaufsliste erstellen klickst.
Sobald die erste Einkaufsliste angelegt wurde, erhältst du diese Ansicht:

Über Einkaufsliste erstellen kannst du weiterhin eine neue Liste anlegen. Bei jeder vorhandenen Einkaufsliste erreichst du über ... das Kontextmenü. Öffnen zeigt dir an, welche Produkte du gespeichert hast. Wenn du eine vorhandene Liste als Grundlage für eine neue verwenden möchtest, kannst du mit Duplizieren eine Kopie der gewählten Liste erhalten. Bist du mit dem Namen nicht zufrieden, kannst du Umbenennen nutzen. Wird eine Liste nicht mehr benötigt, entfernst du sie mit Löschen.
Eine Bestellung mit den germerkten Produkten wird erzeugt, wenn du Liste zum Warenkorb hinzufügen ausführst.
Im Admin hast du als Shopbetreiber die Möglichkeit, Einkaufslisten für den B2B-Kunden zu erstellen oder diese zu bearbeiten.

Nachdem du für den entsprechenden Kunden die Einkaufslisten im Bereich der B2B-Components aktiviert hast, erhältst du im Kundenaccount einen zusätzlichen Reiter Unternehmen (1).
Dieser Reiter zeigt die Liste aller Einkaufslisten (2) dieses Kunden. Diese enthält eine Übersicht, wie viele Produkte die Liste enthält, welchen Gesamtwert die Liste hat sowie wer die Liste angelegt hat. Sobald du dich im Bearbeitungsmodus (3) befindest, kannst du eine Liste hinzufügen (4) oder eine bestehende Liste bearbeiten (5).

Wenn Du eine Liste bearbeitest oder neu anlegst, kannst du im Reiter Allgemein zunächst den Namen (1) bestimmen. Für neue Einkaufslisten kannst du auch festlegen, für welchen Verkaufskanal (2) diese bestimmt sind. Für bestehende Listen steht dieser fest und kann nicht geändert werden.
Im Bereich Artikel (3) kannst du ähnlich wie in der Bestellübersicht Produkte hinzufügen oder entfernen und Mengen verändern.
Über die Schaltfläche Speichern (4) kannst du die Liste entweder direkt abspeichern, oder mit Hilfe des rechten Pfeiles die Änderungen als neue Liste bzw. als Duplikat speichern.
Um Produkte in Deiner Einkaufsliste zu ergänzen, kannst du direkt in einer Kategorieliste auf das grau unterlegte Pluszeichen klicken. In der Produktdetailansicht findest du ein Pluszeichen mit der Beschriftung Zur Einkaufsliste hinzufügen.

Unter Hinzufügen zu findest du die Namen deiner vorhandenen Einkaufslisten. Klicke einfach auf den Namen der Liste, bei der du das Produkt ergänzen möchtest. Wenn du eine neue Einkaufsliste erstellen möchtest, kannst du den untersten Punkt dafür nutzen.
Über den Sales Agent Login können Außendienstler und Freie Händler Zugriff auf die B2B relevanten Kunden bekommen. Diese Funkton kann als separate Installation eingerichtet werden.
Die Einrichtung erfolgt entweder über deine Agentur oder deinen Administrator auf einem eigenen Server oder Subdomain und wird mit deinem Shop verlinkt.
Weitere Informationen findest du über den Artikel Sales Agent.